Die Welt rund um Frau K.
10. Januar 2010 by frau_k

einatmen – ausatmen.

hilft.. oder auch Sachen aufräumen und zusammenpacken, hilft auch. Kopf sieht etwas klarer. Herz noch nicht. Muss wohl so, ich bin nicht die erste der Elternhaus (vielleicht) verkauft wird und werd auch nicht die letzte sein. Die Optimistin in mir sagt sich, es wird eine Lösung geben, oder auch 2 oder 3. Pessimismus war noch nie so meins.

Und ich möchte unbedingt morgen mit guten Gedanken die (Heim)Reise nach Bonn antreten und nicht mir den Kopf zermattern. Ich möchte meine Zeit dort geniessen können und mich darauf freuen, was und wer mir so alles neues begegnet. Aber vielleicht werd ich ausnahmsweise nicht nachdem Motto Leben “aus den Augen aus dem Sinn” sondern mich langsam an den Gedanken des verlassens der sicheren 4Wände Zuhause gewöhnen. Denn wie heisst es so schön, “Heimat ist da, wo das Herz sich zu Hause und willkommen fühlt” und da fahr ich schliesslich morgen hin.

Gute Nacht. Und ich bin gespannt, ob ich das nach dem Telefonat mit Frau Mutter morgenfrüh noch genauso sehe.

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10. Januar 2010 by frau_k

Erwachsenseinsollen ist doof.

Ich bin für einen kurzen Heimatbesuch in K. an der. F. und sitze gerade in der Dachkammer und mir gullern dicke Krokodilsträhnen die Wange runter. Ich schmolle und bin kindisch.

Und alles nur weil der Mieter meiner Mutter heute mit mir geredet hat, sie hätten überlegt, wie würden gern das Haus kaufen. Unser Haus. Vor Jahren schon hat meine Mutter überlegt es zu verkaufen, weil es immer mehr kostet und sie nicht das Geld hat, auch nicht mehr die Kraft. Keiner mehr was dran macht, dadurch wird es nicht unbedingt besser. Die Mieter wollen es. Nicht sofort und auf der Stelle, aber sie haben Interesse und man könnte sich mal unterhalten.

Der rationale Teil in mir, der der auch BWL studiert, sagt, prima. Wenn sie es wirklich wollen, eine Sorge weniger. Frau Mutter würde es eine (nicht nur finanzielle) Riesenlast von den Schulter nehmen, etc. Ich würde schon irgendwo ein kleines Kämmerchen finden um mein Studium beenden zu können. Und wer weiss, ob ich dann hier bleibe.Und seien wir realistisch, wer möchte denn unbedingt heutzutage noch ein Haus an der Haupverkehrsstraße kaufen.

Der emotionale Teil, der weswegen ich jetzt hier sitze und heule, der der hier aufgewachsen ist. Der hier eine glückliche Kindheit hatte, eine aufreibende Pubertät. Gelacht und geweint hat. Was diese Wände hier alles erzählen könnten.  Der weiss wieviel Arbeit erst mein Großvater und dann mein Vater in dieses Haus investiert hat. Der weigert sich mit Händen und Füssen dagegen… das Kind in mir schreit Verrat.

Scheisse.

Ich wünschte, ich könnte auch nur 1x mal so rational sein wie meine Schwester (natürlich bereits mit eigenem Heim), die gerade sagte: “ist doch prima. das sollten wir verfolgen.”

Frau K. unsicher wie noch nie.

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