Die Welt rund um Frau K.
6. April 2010 by frau_k

Wohin der Wind einen weht.

[ immer der Nase nach ]

Sicherheit. Überall höre und lese ich dieses Wort in letzter Zeit. Meist von Frauen, aber auch Männern. In den unterschiedlichsten Diskussionen, Gesprächen, etc.

Ich versteh es nicht. Sicherheit. Ist das so, muss die immer da sein, wenn man erwachsen ist?

Sicherheit im gesundheitlichen, finanziellen, in der Liebe.

Dabei wissen wir doch eigentlich alle, dass man sich vorallendingen in der Liebe nicht sicher sein kann. Aber trotzdem und immer wieder will man sie, die Sicherheit. Die Garantie.. hier 7 Jahre Garantie auf das, dort 3 Jahre auf jenes. Und überhaupt.. was ist heute schon sicher, die Jobs?

ich hab vor Jahren mal einen Artikel in der Times gelesen, über New Yorker Singles, damals schrieb man dort, dass es leichter ist seine Handynummer, seine Email, ja und sogar seine Wohnung zu wechseln, als dem Partner ins Gesicht zu sagen “neee Du aus uns wird nix”

Heutenachmittag haben Herr K. und ich mal wieder rumgesponnen. Warum nicht einfach die Kofferpacken und wegziehen, dahin wo man leben möchte.

Keine 10 Sekunden später kam die Antwort: Warum hat da nicht jemand nen Job für mich.

Da war sie wieder, die Sicherheit.

…warum sagt man so oft und zu wenig zu seinem eigenen Leben

“nee Du aus uns wird so nix”

Ist das tatsächlich “Erwachsensein” dieses “safety first” ?

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7 Responses to “Wohin der Wind einen weht.”

  1. fmotis sagt:

    Mensch Frau K. der letzte Satz ist schon ziemlich viele Tonnen schwer. Ist das wohl wahr? Ist das nicht etwa einfach feige? Oder ist der eine Charakter mal so und der andre mal so, ohne das ins feige oder mutige Fächlein zu stecken? Eine universelle Wahrheit gibt es hier wohl nicht. Cheers!

  2. frau k. sagt:

    um universelle Wahrheiten geht es ja gar nicht.

    ich wunder mich eher um meine eigenen Gedanken und wann ich diese Eigenschaft abgelegt habe, einfach nicht an morgen zu denken und einfach mal draufloszugehen.

  3. Onkel Mo sagt:

    Ich denke, das hat vor allem viel damit zu tun, wie sehr man bereit ist, nicht die Sicherheit, sondern die Annehmlichkeiten, die man hat, aufzugeben.

    Um einfach so verschwinden zu können, muss man bereit sein, mit ziemlich wenig auszukommen, oder genügsam genug, um das zu machen, was das Leben einem vor die Füße spült. Hauptsache, das Dach überm Kopf ist dicht und der Magen knurrt nicht.

    Man muss bereit sein, ein Leben zu haben, dass man in zwei Koffer packen kann.

    Und das ist verdammt schwer. Sicherheit hin oder her.

  4. frau_k sagt:

    die Annehmlichkeiten, die familären Bindungen, die freundschaftlichen Beziehungen, die Routinen, etc.

    Das alles passt tatsächlich nur schwer in zwei Koffer. Ist wohl der Frühling der mich aufwühlt, meine Energie will raus. Der Winterschlaf ist vorbei.

  5. Onkel Mo sagt:

    “Wurzeln” könnte man es auch nennen. :)

  6. [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von fraukausk erwähnt. fraukausk sagte: New blog post: Wohin der Wind einen weht. http://www.deichmannsaue.de/2010/04/06/wohin-der-wind-einen-weht/ [...]

  7. madove sagt:

    Ja, das stell ich bei mir auch fest. Der Wunsch nach Ungebundenheit ist eigentlich immer noch genauso da wie früher (manchmal eher klarer), aber ich hab das Gefühl, ich bin feiger geworden. Oder habe vielleicht auch einfach nur mehr zu verlieren.

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