Die Welt rund um Frau K.
8. April 2010 by frau_k

Stranger.

[ holidays ]

Fremder, Zeitreisender, keine Ahnung welche Beschreibung auf ihn am Besten passt.

Bekannter. Freund.

Ich muss lügen, denn ich weiss tatsächlich nicht mehr wann genau es war, als ich die erste Mail von ihm in meinem virtuellen Briefkasten gefunden habe. 2005? 2006? (ehrlich es tut mir leid, aber wie Du weisst, hab ich es nicht so mit Jahrestagen und so ;-) )

Immer mal wieder war er da und dann wieder nicht. Ich stellte keine Fragen, obwohl ich welche hatte. Nach einiger Zeit, wenn er wollte. Kam eine Antwort. Wenn er wollte. Kein Zwang, keine Verpflichtungen.

Nur ab und an mal der kurze Gedanken an ihn. Geht es ihm gut, was macht er. Manchmal waren es sogar Wochen oder Monate der Funkstille. Die Ebene auf der wir uns begegneten war irgendwo zwischen real und virtuell. Aber ebenbürtig.

Ich fragte nicht nach Namen, Adresse, Kontostand. Das alles war/ist mir unwichtig. Ich wusste auch so, dass er ein Mensch ist, dem ich Vertrauen kann. Bei dem ich so sein kann wie ich will. Natürlich hat er ein bestimmtes Bild von mir. Aber in vielen Punkten ähneln wir uns so sehr, dass man keine grossen Worte braucht….

Er vertraut sich mir an, wenn er es möchte. Er geniesst es, dass ich nichts offentsichtlich hinterfrage, Erklärungen verlange oder sonst irgendwas.

Ich bin etwas extrovertierter, er weiss mehr Fakten über mich, als ich über ihn. Das macht natürlich das Verschwinden für ihn einfacher. Um so mehr freut es mich, wenn wir uns dann und wann mal auf ein echtes Bier treffen oder zu mindest hin und wieder eine kleine SMS kommt in der drinsteht, dass er noch da ist.

Manches muss reifen. So auch diese Freundschaft. Und wer mich kennt, weiss dass ich das Wort “Freundschaft” nicht einfach so verwende.

You’re welcome in my life.

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30. Januar 2008 by frau_k

Freundschaft

ich habe nur sehr wenige sehr gute Freunde,

und bis ich jemanden als Freund bezeichene muss viel passieren.

Die, die ich hab, würden für mich durchs Feuer gehen und ich für sie.

Auch wenn man sich mal wochenlang nicht meldet, so vergisst man den anderen doch nicht.

Eine dieser Freundin, ist wohl keine mehr. Letztes Jahr haben wir uns einmal gesehen und das auch eher zufällig, sie wollte sich dann noch mal melden, tat sie aber nicht. Wir wohnen in der gleichen Stadt, trotzdem hat man sich nach 14 Jahre nicht mehr zu sagen. Wir gingen durch dick und dünn, und plötzlich verschwand sie vom Erdboden.  Das zufällige Treffen letztes Jahr in der Stadt kurz vor Weihnachten, zeigte mir, dass wir uns zwar doch noch was zu sagen haben, aber wirkliches Interesse bestand nicht mehr. Sie erzählte, dass sie kurz vorher mal hier und mal dort war und ich fragte mich, warum sie mich nicht angerufen hat, so wie früher und gesagt hätte “Hey K., wir gehen heuteabend da und da hin, willste mit.” Ich gehör nicht mehr dazu. Das ist schade, aber auch irgendwie ok.

Unsere Leben haben sich in unterschiedliche Richtung entwickelt und ich trauer nicht mehr hinterher.

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