Archiv für die Kategorie „ZwischendenLeben“

Herz-ganz weit offen.

Freitag, 9. Juli 2010

Gestern schickte mir Herr K. ein Link zu einem Blog von einem Fotografen, an sich nichts aussergewöhnliches..

Aber dieser hat ein ganz wunderbar grosses Herz. Ein Hunde-Herz.

Er hat einen Hund adoptiert, der wirklich furchtbar schlimmes erlebt hat und nun blind ist. Diese Geschichte solltet ihr am besten selbst lesen. Eine traurige Geschichte mit Happy End (und auch wirklich tollen Bildern :-) )

Der Anfang (bitte von unten nach oben lesen)

The life of Sora -> bitte schaut Euch auch seine anderen Bilder an .-)

Wenn ich sowas lese, muss ich mich immer ganz stark zurückhalten nicht selbst in das nächste Tierheim zu rennen und ein weiteres Tier zu adoptieren.

Aber dann kuck ich meine kleine Tia an und freu mich, dass es ihr so gut geht. Nach all den Tumoren und Operationen.

[ Tia Cam 015 ]

Zeitreise.

Mittwoch, 2. Juni 2010

Gerade habe ich mal die Zeitmaschine angeschmissen und nach meinen alten Homepages gesucht.

Meine allerersten habe ich leider nicht mehr gefunden. Ich erinner mich aber daran, dass ich 1998 mit meinem eigenen Rechner das erste Mal online ging. Damals bei germany.net. Ich hatte dort auch eine eigene Seite, wo ich über mich und mein Leben geschrieben habe. So eine Art Online Tagebuch, ohne Kommentarfunktion und alles.

Ich tummelt mich nächtelang in IRC Channels rum.  Sprang sogar abends mal in den letzten ICE nach Hamburg um mich dort mit anderen Chattern zu treffen.

Überhaupt war chatten irgendwie meins. Damals noch mit einer alten WindowsMöhre, aber am liebsten mit meiner damaligen Suse Linux (sorry, aber ich war schon immer ein Fan von bunten Benutzeroberflächen) Partition. Dann wurde es still um meine Computer und Internetaffinität das ganze ging so bis 2000. Ich zog mich zurück und kam erst 2004 wieder, als ich anfing mit dem Bloggen.

Ich verfolgte schon eine seitlang amerikanische Blogs. Und fand das spannend. Durch das digitale Fotografieren tummelte ich mich wieder viel im Internet und stolperte eher zufällig über Asconet.org. Dort fing ich an mit dem Bloggen. Irgendwann war dann mal der Server down und ich zog um zu twoday.net… genauer gesagt am 13.Dezember 2004.

Zwischendrin hatte ich dann noch ein 2. und ein 3. Blog. Ein reines Photoblog, diverse Seiten auf diversen Fotocommunities, etc.

Bis ich ich dann am 18.Januar 2008 hier auf Deichmannsaue anfing zu bloggen. Zu gegeben letztes Jahr hab ich sehr wenig gebloggt, dies scheine ich aber dieses Jahr unbedingt wieder aufheben zu wollen ;-)

Bin gespannt wie es weitergeht.

Wochenende und Sonnenschein

Freitag, 23. April 2010

[ living right here ]

Und plötzlich war alles anderes, nicht unter der Woche Sonnenschein sonder am WE und dieses sogar bis 23 Grad.

Das schreit förmlich nach Fototouren, erste Outdoorshootings, an den See fahren, in Sonnenlicht baden, die Seele baumeln lassen, etc.

Ich wünsch Euch ein schönes WE :-)

wieder zurück.

Montag, 12. April 2010

Meine Erwartungen wurden nicht erfüllt. Die Diskussion über das Haus kam nur minimal kurz auf und ich hab überhaupt nix dazu gesagt. Hab meine Schwester reden lassen, war auch besser so.

Natürlich sind dort meine Wurzeln, ich komme schon seit Jahren immer wieder gern dahin zurück und gehe auch immer wieder gern davon weg. Aber wenn das Haus irgendwann nicht mehr ist, wird sich daran wohl kaum was ändern.

Meine Dachkammer kam mir fremd vor und natürlich unbewohnt. Steril fast. Es fühlte sich eher wie eine Zeitreise an. So hatte ich auch vergessen, wie hart meine Matratze im Bett ist und wie laut die Straße vor der Tür.

Es war schön bei B.&M. in der Küche zu sitzen und über das Leben zu reden. Später dann noch eine kurze Weile bei K.&M. im Bermudadreieck zu sitzen. Alle mal wieder zu sehen. Nur H. hatte leider keine Zeit. Beim nächsten Mal.

[ goodbye Nordhessen ]

Bewusst sagte ich heute morgen zu Herrn K. “Komm lass uns nachhause fahren.”

Zu hause ist da wo, wo das Herz wohnt und das wohnt gerade in Bonn.

Ja fast sehnsüchtig habe ich auf den ersten Blick auf den Rhein gewartet. Und nicht nur mir ging es so. Beim ersten Anblick der grossen Binnenschiffe war es wieder da, das Fernweh.

Unser kleines rotes Auto hätte uns ruhig noch ein paar Kilometer fahren können, bis ans Ende der Welt. Aber erst mal kurz in der Creative Suite anhalten und ausruhen ist schon ok. Morgen ist ja auch noch ein Tag.

Stranger.

Donnerstag, 8. April 2010

[ holidays ]

Fremder, Zeitreisender, keine Ahnung welche Beschreibung auf ihn am Besten passt.

Bekannter. Freund.

Ich muss lügen, denn ich weiss tatsächlich nicht mehr wann genau es war, als ich die erste Mail von ihm in meinem virtuellen Briefkasten gefunden habe. 2005? 2006? (ehrlich es tut mir leid, aber wie Du weisst, hab ich es nicht so mit Jahrestagen und so ;-) )

Immer mal wieder war er da und dann wieder nicht. Ich stellte keine Fragen, obwohl ich welche hatte. Nach einiger Zeit, wenn er wollte. Kam eine Antwort. Wenn er wollte. Kein Zwang, keine Verpflichtungen.

Nur ab und an mal der kurze Gedanken an ihn. Geht es ihm gut, was macht er. Manchmal waren es sogar Wochen oder Monate der Funkstille. Die Ebene auf der wir uns begegneten war irgendwo zwischen real und virtuell. Aber ebenbürtig.

Ich fragte nicht nach Namen, Adresse, Kontostand. Das alles war/ist mir unwichtig. Ich wusste auch so, dass er ein Mensch ist, dem ich Vertrauen kann. Bei dem ich so sein kann wie ich will. Natürlich hat er ein bestimmtes Bild von mir. Aber in vielen Punkten ähneln wir uns so sehr, dass man keine grossen Worte braucht….

Er vertraut sich mir an, wenn er es möchte. Er geniesst es, dass ich nichts offentsichtlich hinterfrage, Erklärungen verlange oder sonst irgendwas.

Ich bin etwas extrovertierter, er weiss mehr Fakten über mich, als ich über ihn. Das macht natürlich das Verschwinden für ihn einfacher. Um so mehr freut es mich, wenn wir uns dann und wann mal auf ein echtes Bier treffen oder zu mindest hin und wieder eine kleine SMS kommt in der drinsteht, dass er noch da ist.

Manches muss reifen. So auch diese Freundschaft. Und wer mich kennt, weiss dass ich das Wort “Freundschaft” nicht einfach so verwende.

You’re welcome in my life.

nachhause oder so

Mittwoch, 7. April 2010

[ outside ]

Am Samstag geht es nach Kassel. Das erste Mal seit Anfang Januar wieder. Mittlerweile ist relativ viel passiert. Hier in Bonn und noch mehr wohl zu Hause. Frau Mutter will nun endgültig das Haus verkaufen, nachdem der Winter zu geschlagen hatte und das Tauwasser bei Frau Mutter ins Wohnzimmer lief. Mit viel Pech/Glück wird das wohl ein Thema werden, wenn wir da alle an einem Tisch sitzen. Ob ich das will weiss ich nicht. Hier weit weg in Bonn kann ich mich hinter der Distanz verstecken. Da vor Ort am Tisch werde ich wieder zu dem kleinen Mädchen mutieren, was sie in mir sehen wollen, um welches man sich kümmern muss, beschützen muss. Welches emotional schwer mit sich und diesem bevorstehenden Ereignis zu tun und welches die Emotionen vor Ort tapfer hinunterschlugen wird. Nur um auch einmal ernstgenommen zu werden.

Machen wir uns dieser Stelle besser nichts vor…

Es wird komisch sein wieder nach so langer Zeit im eigenen Bett zu schlafen, in den eigenen 4 Wänden zu sein, mit der eigenen Vergangenheit.

Wohin der Wind einen weht.

Dienstag, 6. April 2010

[ immer der Nase nach ]

Sicherheit. Überall höre und lese ich dieses Wort in letzter Zeit. Meist von Frauen, aber auch Männern. In den unterschiedlichsten Diskussionen, Gesprächen, etc.

Ich versteh es nicht. Sicherheit. Ist das so, muss die immer da sein, wenn man erwachsen ist?

Sicherheit im gesundheitlichen, finanziellen, in der Liebe.

Dabei wissen wir doch eigentlich alle, dass man sich vorallendingen in der Liebe nicht sicher sein kann. Aber trotzdem und immer wieder will man sie, die Sicherheit. Die Garantie.. hier 7 Jahre Garantie auf das, dort 3 Jahre auf jenes. Und überhaupt.. was ist heute schon sicher, die Jobs?

ich hab vor Jahren mal einen Artikel in der Times gelesen, über New Yorker Singles, damals schrieb man dort, dass es leichter ist seine Handynummer, seine Email, ja und sogar seine Wohnung zu wechseln, als dem Partner ins Gesicht zu sagen “neee Du aus uns wird nix”

Heutenachmittag haben Herr K. und ich mal wieder rumgesponnen. Warum nicht einfach die Kofferpacken und wegziehen, dahin wo man leben möchte.

Keine 10 Sekunden später kam die Antwort: Warum hat da nicht jemand nen Job für mich.

Da war sie wieder, die Sicherheit.

…warum sagt man so oft und zu wenig zu seinem eigenen Leben

“nee Du aus uns wird so nix”

Ist das tatsächlich “Erwachsensein” dieses “safety first” ?

Alleine

Freitag, 29. Januar 2010

Meine ersten Wörter waren bestimmt “selber” und “alleine” noch bevor ich “Mama” und “Papa” sagen konnte. Höchstwahrscheinlich hab ich mich auch selbst durch den Geburtskanal gekämpft, bevor mich die Wehen rausgedrückt haben.

Selber und alleine sind demnach Begriffe, die so fest in mein Gehirn eingebrannt sind, dass sie da nicht mehr weggehen. Ganz abgesehen natürlich von dem ausgewachsenen Kontrollwahn, der da wohl dazu gehört. Kontrollwahn bezogen auf, ob es jetzt auch erledigt wird. “Nicht loslassenkönnen” ist da noch so ne Stelle in meinem Kopf.

Deswegen und ist mein Verhalten von Dienstagabend extrem verwunderlich. Herr K. bot sich an das Geschirr zu spülen, er spült es natürlich dann wann er möchte und Zeit dafür hat. (23:35 Uhr oder so) ..früher in einem anderen Leben hätte mich das zu wohl um den Verstand gebracht.. und was mach ich?

Ich liege im Bett und schnarche, bekomm überhaupt gar nicht mit, was er da macht. Und freu mich am nächsten Morgen über die sauber gespülten Kaffeetassen. Denn diese können Leben retten. Nämlich das einer morgenmuffeligen Frau K. ;-)

einatmen – ausatmen.

Sonntag, 10. Januar 2010

hilft.. oder auch Sachen aufräumen und zusammenpacken, hilft auch. Kopf sieht etwas klarer. Herz noch nicht. Muss wohl so, ich bin nicht die erste der Elternhaus (vielleicht) verkauft wird und werd auch nicht die letzte sein. Die Optimistin in mir sagt sich, es wird eine Lösung geben, oder auch 2 oder 3. Pessimismus war noch nie so meins.

Und ich möchte unbedingt morgen mit guten Gedanken die (Heim)Reise nach Bonn antreten und nicht mir den Kopf zermattern. Ich möchte meine Zeit dort geniessen können und mich darauf freuen, was und wer mir so alles neues begegnet. Aber vielleicht werd ich ausnahmsweise nicht nachdem Motto Leben “aus den Augen aus dem Sinn” sondern mich langsam an den Gedanken des verlassens der sicheren 4Wände Zuhause gewöhnen. Denn wie heisst es so schön, “Heimat ist da, wo das Herz sich zu Hause und willkommen fühlt” und da fahr ich schliesslich morgen hin.

Gute Nacht. Und ich bin gespannt, ob ich das nach dem Telefonat mit Frau Mutter morgenfrüh noch genauso sehe.

Erwachsenseinsollen ist doof.

Sonntag, 10. Januar 2010

Ich bin für einen kurzen Heimatbesuch in K. an der. F. und sitze gerade in der Dachkammer und mir gullern dicke Krokodilsträhnen die Wange runter. Ich schmolle und bin kindisch.

Und alles nur weil der Mieter meiner Mutter heute mit mir geredet hat, sie hätten überlegt, wie würden gern das Haus kaufen. Unser Haus. Vor Jahren schon hat meine Mutter überlegt es zu verkaufen, weil es immer mehr kostet und sie nicht das Geld hat, auch nicht mehr die Kraft. Keiner mehr was dran macht, dadurch wird es nicht unbedingt besser. Die Mieter wollen es. Nicht sofort und auf der Stelle, aber sie haben Interesse und man könnte sich mal unterhalten.

Der rationale Teil in mir, der der auch BWL studiert, sagt, prima. Wenn sie es wirklich wollen, eine Sorge weniger. Frau Mutter würde es eine (nicht nur finanzielle) Riesenlast von den Schulter nehmen, etc. Ich würde schon irgendwo ein kleines Kämmerchen finden um mein Studium beenden zu können. Und wer weiss, ob ich dann hier bleibe.Und seien wir realistisch, wer möchte denn unbedingt heutzutage noch ein Haus an der Haupverkehrsstraße kaufen.

Der emotionale Teil, der weswegen ich jetzt hier sitze und heule, der der hier aufgewachsen ist. Der hier eine glückliche Kindheit hatte, eine aufreibende Pubertät. Gelacht und geweint hat. Was diese Wände hier alles erzählen könnten.  Der weiss wieviel Arbeit erst mein Großvater und dann mein Vater in dieses Haus investiert hat. Der weigert sich mit Händen und Füssen dagegen… das Kind in mir schreit Verrat.

Scheisse.

Ich wünschte, ich könnte auch nur 1x mal so rational sein wie meine Schwester (natürlich bereits mit eigenem Heim), die gerade sagte: “ist doch prima. das sollten wir verfolgen.”

Frau K. unsicher wie noch nie.


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