Archiv für die Kategorie „ZwischendenLeben“

Alleine

Freitag, 29. Januar 2010

Meine ersten Wörter waren bestimmt “selber” und “alleine” noch bevor ich “Mama” und “Papa” sagen konnte. Höchstwahrscheinlich hab ich mich auch selbst durch den Geburtskanal gekämpft, bevor mich die Wehen rausgedrückt haben.

Selber und alleine sind demnach Begriffe, die so fest in mein Gehirn eingebrannt sind, dass sie da nicht mehr weggehen. Ganz abgesehen natürlich von dem ausgewachsenen Kontrollwahn, der da wohl dazu gehört. Kontrollwahn bezogen auf, ob es jetzt auch erledigt wird. “Nicht loslassenkönnen” ist da noch so ne Stelle in meinem Kopf.

Deswegen und ist mein Verhalten von Dienstagabend extrem verwunderlich. Herr K. bot sich an das Geschirr zu spülen, er spült es natürlich dann wann er möchte und Zeit dafür hat. (23:35 Uhr oder so) ..früher in einem anderen Leben hätte mich das zu wohl um den Verstand gebracht.. und was mach ich?

Ich liege im Bett und schnarche, bekomm überhaupt gar nicht mit, was er da macht. Und freu mich am nächsten Morgen über die sauber gespülten Kaffeetassen. Denn diese können Leben retten. Nämlich das einer morgenmuffeligen Frau K. ;-)

einatmen – ausatmen.

Sonntag, 10. Januar 2010

hilft.. oder auch Sachen aufräumen und zusammenpacken, hilft auch. Kopf sieht etwas klarer. Herz noch nicht. Muss wohl so, ich bin nicht die erste der Elternhaus (vielleicht) verkauft wird und werd auch nicht die letzte sein. Die Optimistin in mir sagt sich, es wird eine Lösung geben, oder auch 2 oder 3. Pessimismus war noch nie so meins.

Und ich möchte unbedingt morgen mit guten Gedanken die (Heim)Reise nach Bonn antreten und nicht mir den Kopf zermattern. Ich möchte meine Zeit dort geniessen können und mich darauf freuen, was und wer mir so alles neues begegnet. Aber vielleicht werd ich ausnahmsweise nicht nachdem Motto Leben “aus den Augen aus dem Sinn” sondern mich langsam an den Gedanken des verlassens der sicheren 4Wände Zuhause gewöhnen. Denn wie heisst es so schön, “Heimat ist da, wo das Herz sich zu Hause und willkommen fühlt” und da fahr ich schliesslich morgen hin.

Gute Nacht. Und ich bin gespannt, ob ich das nach dem Telefonat mit Frau Mutter morgenfrüh noch genauso sehe.

Erwachsenseinsollen ist doof.

Sonntag, 10. Januar 2010

Ich bin für einen kurzen Heimatbesuch in K. an der. F. und sitze gerade in der Dachkammer und mir gullern dicke Krokodilsträhnen die Wange runter. Ich schmolle und bin kindisch.

Und alles nur weil der Mieter meiner Mutter heute mit mir geredet hat, sie hätten überlegt, wie würden gern das Haus kaufen. Unser Haus. Vor Jahren schon hat meine Mutter überlegt es zu verkaufen, weil es immer mehr kostet und sie nicht das Geld hat, auch nicht mehr die Kraft. Keiner mehr was dran macht, dadurch wird es nicht unbedingt besser. Die Mieter wollen es. Nicht sofort und auf der Stelle, aber sie haben Interesse und man könnte sich mal unterhalten.

Der rationale Teil in mir, der der auch BWL studiert, sagt, prima. Wenn sie es wirklich wollen, eine Sorge weniger. Frau Mutter würde es eine (nicht nur finanzielle) Riesenlast von den Schulter nehmen, etc. Ich würde schon irgendwo ein kleines Kämmerchen finden um mein Studium beenden zu können. Und wer weiss, ob ich dann hier bleibe.Und seien wir realistisch, wer möchte denn unbedingt heutzutage noch ein Haus an der Haupverkehrsstraße kaufen.

Der emotionale Teil, der weswegen ich jetzt hier sitze und heule, der der hier aufgewachsen ist. Der hier eine glückliche Kindheit hatte, eine aufreibende Pubertät. Gelacht und geweint hat. Was diese Wände hier alles erzählen könnten.  Der weiss wieviel Arbeit erst mein Großvater und dann mein Vater in dieses Haus investiert hat. Der weigert sich mit Händen und Füssen dagegen… das Kind in mir schreit Verrat.

Scheisse.

Ich wünschte, ich könnte auch nur 1x mal so rational sein wie meine Schwester (natürlich bereits mit eigenem Heim), die gerade sagte: “ist doch prima. das sollten wir verfolgen.”

Frau K. unsicher wie noch nie.

Auflösung der Kryptik.

Dienstag, 5. Januar 2010

Seit 1. Januar wohnen Tia und ich nun in Bonn. Bei Herrn K. Eigentlich hätte ich diese Woche noch mal nach Kassel fahren sollen und meinen restlichen Kram abzuholen, aber aufgrund der Wetterlage und der Schneevorhersage fürs WE verzichten wir. Bzw. Herr K. und Tia. Denn ich werde hinfahren, alles in Ordnung bringen und ein paar Klamotten wieder mit zurück nach Bonn bringen.U.a. auch mein Fotostativ, ich werd hier beim daily selfpicen sonst noch wahnsinnig und das will ja keiner.

Das wir hier nun zusammen wohnen ist erst mal auf Zeit, für 3 Monate. Nein, kein Beziehungstest. Ich glaube nämlich fest daran, dass  wir durchaus auch den Alltag zusammenmeistern können. Nein, es ist erst mal nur so lang meine Dienste hiergebraucht werden. Beruflicher Natur. Ich bin sehr gespannt und freu mich auf die Zeit hier.

Vielleicht treff ich den ein oder anderen mal in Bonn oder Köln auf ein Feierabendbier. Wer Interesse hat, bitte melden.

Und für die Nordhessen, die hier mitlesen. Der Winter ist hier nicht milder. Im Gegenteil, ich hab sogar die lange Unterhose an. Arschkalt und glatt ist es hier.

Aber seht selbst..

[ winter blues ]

[ Y ]

[ am Rhein ]

Weihnachten&Co.

Dienstag, 22. Dezember 2009

Alle Jahre wieder, plötzlich und unerwartet ist es da. Das Weihnachtsfest. Ehrlich ich bin kein Fan von. War ich auch noch nie so wirklich. Ich mag es nicht, wenn es so nasskalt und grau ist. Dass die Tage so kurz sind. Ich bin als Weihnachtsgrinch geboren worden.

Alle sind irgendwie im Stress. Besinnlich? Wie geht das noch mal?

Heiligabend sind wir wie immer bei meinem Bruder. Vorher gibt es noch jede Menge zu erledigen. Geschenke gibt es seit Jahren nur noch für meinen kleinen Neffen. Ein Streß weniger, trotzdem besorg ich das eine Geschenk tradionell immer erst kurz vor knapp. So wie gestern. Ich hatte mich spontan mit Freunden auf dem Weihnachtsmarkt verarbredet und nach Glühwein und einem Becher Feuerzangenbowle, konnte ich relativ entspannt das eine Geschenk besorgen gehen. Selbst das Schlangestehen war dann irgendwie erträglich.

Heutemorgen war um ich 8 Uhr wach und hab bis halb 10 gefühlte 400Mal mit meiner Mutter telefoniert, weil sie noch dringend irgendwas besorgt haben muss. Ganz abgesehen von der Frage, ob zu hause auch alles ordentlich ist, da ja meine Schwester mit ihrer Familie anreist. Hier ist schon seit Tagen aufgeräumt. Erzähl ich ihr aber nicht, glaubt sie sowieso nicht. Egal.

Morgen ist erst noch mal Heimkehrerparty, das wird feucht fröhlich. Aber hoffentlich auch lustig. Am 24. selbst muss ich morgens noch mal mit meiner Hündin zum Tierarzt, die letzten Fäden ziehen. Dann noch ein paar Besorgungen für meine Mutter erledigen, nachmittags den Herrn K. vom Bahnhof abholen. Dann alle einsammeln und zu meinem Bruder fahren. Ich soll dies Jahr fahren, weil der Freund meiner Mutter nervös und hektisch fährt (das Alter) und meine Mutter sonst noch vor der Bescherung einen Herzkollaps hatte.

354/365

In diesem Sinne wünsch ich Euch ein schönes besinnliches Fest

Frau K. (die froh ist, wenn endlich der 27.12. ist)

kryptisch

Dienstag, 8. Dezember 2009

Anfang 2010 werde ich  etwas tun, wo ich mich seit nun mehr 2 Jahren mit Händen und Füssen gegegen gewehrt habe. Ich bin über meinen Schatten gesprungen und nehme eine einmalige Chance wahr. Was genau das sein wird, werde ich, wenn der Zeitpunkt da ist, noch genauer beschreiben.

Ehrlich, ich hätte nie damit gerechnet, dass ich tun werde. Also die “Sache” an sich schon, nur nicht auf die Art und Weise. Es wird sich einiges bewegen und das ist ja genau das was ich wollte. Bewegung und kein Stillstand. Ich bin sehr gespannt und freu mich auch schon sehr drauf. Es wird ein Abenteuer. Aber ich bin nicht allein.

Wie schon Francis Picabia 1922 sagte: “Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung ändern kann.”

Geschichten, die mein Leben schreibt

Dienstag, 6. Oktober 2009

Ich geh kaum mehr noch richtig aus, man wird ja älter und ruhiger, die meisten meiner Freunde haben Familie inkl. Kinder, Haus, Katze und Garten. Und an den Wochenenden, wenn Herr K. und ich uns sehen, steht auch meist irgendwas an, das man fast gar nicht mehr dazukommt ordentlich um die Häuser zuziehen. Wobei ich immer wieder feststelle, dass man ja eh nix verpasst, wenn man zu hause bleibt.

Aber letzten Freitag war es mal wieder so weit. Ich hatte die ganz grossen Ausgehrollschuhe an, schon eine Woche vorher kontaktierte ich meine Freundin H., ob sie auch Zeit hätte für ein oder zwei Bier auf der Kasseler Kneipenmeile. Tatsächlich hatte sie noch einen Termin frei). Freitagabend also, erst mal vorglühen bei H. mit ner Flasche Prosecco, die sich partout nicht öffnen lassen wollte…aber da ja ein kleiner Macgyver in mir steckt, hab ich das Problem Dank eines schweizer Taschenmesser lösen können. Flasche leer, ab ins Taxi. Rein in die Disco. Noch kurz vor Mitternacht, denn da haben Frauen freien Eintritt. Wie schön.

Auch nur Frauen da. Alle aufgetakelt bis zum Unfallen, ich hab Brüste und Bauchnabel gesehen, die ich lieber nicht hätte sehen wollen. Und teilweise sahen sie auch schon recht verzweifelt her, wahrscheinlich weil Ihr Kleiderschrank keine figurtauglichen Klamotten beeinhaltete oder das neue Top doch 2Nummern zu klein war. Oder die Typen, die da waren eher gefühlte Anfang 20zig waren, statt Mitte 30zig wie sie selbst.

Erstmal nen Bier. Und noch nen Bier. Und ab in den Raucherraum, ich meine, was ist schon ein Discobesuch, wenn man nicht nach Qualm stinkt, oder?

Es wurde etwas voller, doch das Publikum blieb immer noch jung. Ok, mehr Bier. Dann lernte H. einen symphatischen Typen kennen, der O. mit dabei hatte. O. ging mal in meine Jahrgangsstufe und war einer derwenigen, die in der 10.Klasse schon mit dem Auto zur Schule fuhren. Wir also die halbe Nacht Anekdoten ausgetauscht. War amüsant, leider tranken wir dazu Jägermeister. Was mir auf die Dauer wohl nicht so bekam.

Gegen halb 5 setzte ich H. mit dem Taxi bei ihr zu Hause ab und viel ins Bett. Denn keine 5 Stunden später klingelte der Wecker. Samstagmorgen 10 Uhr in Deutschland, ich stiefelte eine kurze benommene Runde mit meiner Hündin durch die Gegend. Besuchte den Bäcker und entschied mich für zwei Brötchen. Eins für sofort und eines für die Fahrt nach Wiesbaden. Denn ich kluges Kind, war um 12.23 Uhr am Bahnhof mit einer Mitfahrgelegenheit verabredet, welche mich mit dem Zug nach Frankfurt fahren sollte. Natürlich wusste ich das schon am Abend vorher und natürlich hatte ich nicht geplant, soviel zu trinken oder so lange wachzubleiben.

12.15 Uhr Ankunft Hauptbahnhof Kassel. Zeitung und Wasser gekauft, meine MItfahrgelegenheit gefunden. In den Zug gestiegen. 2 Stunden gedöst. Mittendrin Hunger bekommen, da viel mir ein, dass das eine Brötchen noch zu hause lag.
Das Handy klingelte mal, das piepste auch schon der Akku, das Ladegerät lag neben dem Brötchen zu hause.

15.15 Uhr Ankuft bei meiner Schwester kurz mit Essen und nem Ladegerät versorgt worden. Ein Blick auf mich und meine Schwester: “soll ich Dir für heuteabend was zum Anziehen leihen” ? … ich, Scherzkeks, trug nämlich noch die Hundegassigehsachen von morgens. Wie schön. Inkl. bequemer Walkingschuhe.

Naja ein sauberes schwarzes TShirt kann nicht schaden, und vielleicht spring ich auch noch unter die Dusche. Gesagt getan.

Noch kurz 20 Minuten Power-Napping gemacht und ab ins Auto.

Meine Schwester: “trink heuteabend besser nix, der Tüv ist seit nem Tag abgelaufen und vorne rechts geht das Licht nicht richtig”

Ich: “ok”

Fahre los, erste rechts, zweite rechts.. klackklackklack… Reifenplatt vorne rechts. grmpf. Meine Schwester wieder angerufen. Da kamen auch schon zwei sehr nette Herren aus dem Haus gesprungen und halfen mir mein Rad zu wechseln.

Gut, weiter ging es, zur Tankstelle noch mal alles nachziehen und Reifendruck überprüfen. Ab auf die AB nach Wiesbaden, alles sofort gefunden. Botany Bay war gerade beim Soundscheck und ich hab tatsächlich so mitleidserweckend ausgesehen, dass ich ne Tasse Kaffee bekommen habe.

Ich war völlig im Eimer und wollte bloss das Konzert hinter mich bringen und schnellst möglichst heimfahren. Erst spielte RapSolut, dann Botany Bay, ein paar Fotos gemacht. Zur Theke, ich wollte ne Cola oder nen Wasser, beides ausverkauft. grmpf. Noch mehr Fotos gemacht. Abgewartet bis Pornophonique anfing und dann ab ins Auto und heim. Bei mir ging nichts mehr. Noch die falsche AB Auffahrt erwischt und noch ne schöne Rundreise am Frankfurter Flughafen entlang gemacht. 1 blau-silbernes Auto hat mich überholt, aber zum Glück nicht angehalten. Auto geparkt, Bier ausm Kühlschrank geholt, aufs Sofa gesetzt und fertig. Mit allem.

Sorry Theo, hätte Dich gern noch live on stage erlebt.

Neues Botany Bay Video – Old Men With Ballpoint Pens

Donnerstag, 27. August 2009

Was Sie dazu bewegt hat, könnt Ihr hier nachlesen

Fernweh

Donnerstag, 4. Juni 2009

Momentan habe ich akutes Fernweh. Besser gesagt Sehnsucht nach Strand und Meer, wobei mir gerade (fast) egal ist welcher Strand und welches Meer. Ob Atlantik, Pazifik, Nordsee, Ostsee..Schnuppe.

[ beautiful girl ]

Ich hätte zwar etwas Leerlauf zur Zeit, aber natürlich nicht das nötige Kleingeld. Das ist echt doof.

Meine Frau Mutter fährt nächste Woche mal wieder für 2 Wochen nach Sylt. Ich bin schon die ganze Zeit am Überlegen, ob ich sie da nicht besuchen sollte. Aber ich müsste meine kleine Hündin mitnehmen, was natürlich gleich wieder doppelte Zugkosten bedeutet. Und ne Unterkunft brauch ich auch. Zelten ist ja mittlerweile fast so teuer wie ne FeWo, wie ich mit großem Schreck festgestellt habe.

Dann bin ich gerade eben über eine Internetseite rund um den Canal du Midi gestolpert. Languedoc. Ich mochte es da sehr. Und hatte sofort wieder den leckeren Kuchen und den Rotwein vor Augen. (Und das Plumpsklo – welches ich eigentlich aus meinem Gedächtnis streichen wollte)

Außerdem steht auch noch eine Einladung nach Kreta im Raum und Italien. So viele tolle Möglichkeiten…*seufz*

Vielleicht sollte ich doch mal Lottospielen und vorallendingen gewinnen.

Macht Ihr diese Jahr Urlaub? Und wenn ja, wohin?

sorry.

Dienstag, 14. April 2009

aber an dieser Stelle beende ich das Tassenprojekt und mein DailyPic Projekt.

Beides hat mir sehr viel Spass gemacht, aber in nächster Zeit hab ich einige schwere Wege zu gehen und brauch all meine Kraft.

ich denke, ich werde das ein oder andere Mal drüberbloggen oder twittern.