Stranger.

8. April 2010

Fremder, Zeitreisender, keine Ahnung welche Beschreibung auf ihn am Besten passt.

Bekannter. Freund.

Ich muss lügen, denn ich weiss tatsächlich nicht mehr wann genau es war, als ich die erste Mail von ihm in meinem virtuellen Briefkasten gefunden habe. 2005? 2006? (ehrlich es tut mir leid, aber wie Du weisst, hab ich es nicht so mit Jahrestagen und so ;-) )

Immer mal wieder war er da und dann wieder nicht. Ich stellte keine Fragen, obwohl ich welche hatte. Nach einiger Zeit, wenn er wollte. Kam eine Antwort. Wenn er wollte. Kein Zwang, keine Verpflichtungen.

Nur ab und an mal der kurze Gedanken an ihn. Geht es ihm gut, was macht er. Manchmal waren es sogar Wochen oder Monate der Funkstille. Die Ebene auf der wir uns begegneten war irgendwo zwischen real und virtuell. Aber ebenbürtig.

Ich fragte nicht nach Namen, Adresse, Kontostand. Das alles war/ist mir unwichtig. Ich wusste auch so, dass er ein Mensch ist, dem ich Vertrauen kann. Bei dem ich so sein kann wie ich will. Natürlich hat er ein bestimmtes Bild von mir. Aber in vielen Punkten ähneln wir uns so sehr, dass man keine grossen Worte braucht….

Er vertraut sich mir an, wenn er es möchte. Er geniesst es, dass ich nichts offentsichtlich hinterfrage, Erklärungen verlange oder sonst irgendwas.

Ich bin etwas extrovertierter, er weiss mehr Fakten über mich, als ich über ihn. Das macht natürlich das Verschwinden für ihn einfacher. Um so mehr freut es mich, wenn wir uns dann und wann mal auf ein echtes Bier treffen oder zu mindest hin und wieder eine kleine SMS kommt in der drinsteht, dass er noch da ist.

Manches muss reifen. So auch diese Freundschaft. Und wer mich kennt, weiss dass ich das Wort “Freundschaft” nicht einfach so verwende.

You’re welcome in my life.

was ich vermisse

8. April 2010

Sind definitiv die Feierabendbierrituale mit K. im S.

Super-K und die Zivilcourage.

7. April 2010

Super-K geniesst Immunität, sowie sie ihren Anzug anhat. So meint man.

Heutemittag war so ein Fall.

Super-K verfolgte 10 Minuten lang ein Gespräch zwischen einem Busfahrer und seinem Fahrgast.

Erst unterhielten sie sich über kleinkriminelle Jugendliche, die man einfach nur mal so ordentlich züchtigen sollte. Dann ging es weiter über die Steuern und Staatsschulden. Schnell waren sie bei der Bundesregierung.

Amüsierten sich über die beiden “Damen” an der Führungsspitze. Dann war das Thema Homosexualität.

Super-K’s Ohren waren gespitzt. Und wie. Dabei bekam das eh schon so der ganze Bus mit. Immer wieder und wieder flogen Floskeln durch den Bus wie “das ist ein genetischer Defekt”, “eine Familie besteht aus Vater, Mutter und Kindern”, “dass die adoptieren dürfen ist unsinn” etc.. weitaus schlimmeres kam noch, was ich hier nicht wiederholen möchte.

Die wenigen anderen im Bus hörten dem alten Mann zu, belächelten ihn. Rolltnn mit den Augen, doch keiner sagte was.

Irgendwann ging Super-K zur Tür, wo der alte Mann saß, sah ihm fest und in die Augen und sagte betont sachlich: “Damals, 1933 war genau Ihre Zeit, oder?”

Und lies ihn mit offenenstehenden Mund einfach dazurück.

nachhause oder so

7. April 2010

Am Samstag geht es nach Kassel. Das erste Mal seit Anfang Januar wieder. Mittlerweile ist relativ viel passiert. Hier in Bonn und noch mehr wohl zu Hause. Frau Mutter will nun endgültig das Haus verkaufen, nachdem der Winter zu geschlagen hatte und das Tauwasser bei Frau Mutter ins Wohnzimmer lief. Mit viel Pech/Glück wird das wohl ein Thema werden, wenn wir da alle an einem Tisch sitzen. Ob ich das will weiss ich nicht. Hier weit weg in Bonn kann ich mich hinter der Distanz verstecken. Da vor Ort am Tisch werde ich wieder zu dem kleinen Mädchen mutieren, was sie in mir sehen wollen, um welches man sich kümmern muss, beschützen muss. Welches emotional schwer mit sich und diesem bevorstehenden Ereignis zu tun und welches die Emotionen vor Ort tapfer hinunterschlugen wird. Nur um auch einmal ernstgenommen zu werden.

Machen wir uns dieser Stelle besser nichts vor…

Es wird komisch sein wieder nach so langer Zeit im eigenen Bett zu schlafen, in den eigenen 4 Wänden zu sein, mit der eigenen Vergangenheit.

der frühe Vogel

7. April 2010

Hätte ich heutemorgen auch nur irgendwas in meinem unausgeschlafenen Kopf gehabt, hätte ich mir was zu Lesen für den frühmorgenlichen Besuch im Waschsalon mitgenommen. (so bin ich ins Büro abgetaucht)

Und wenn ich richtig schlau gewesen wäre, vielleicht auch die Kamera.

Guten Morgen zusammen.

Das Wetter ist gegen mich.

6. April 2010

Natürlich, einzig und allein nur gegen mich.

Wo war denn die Sonne am langen OsterWE? Als ich mir beim Hundespaziergang den Arsch abgefroren habe?

Hoffentlich bleibt es bis morgenabend schön, dann könnte man die BiergartenSache noch mal anstreben.

Denn am WE wird die Sonne ja wieder kälter scheinen, wie immer ;-)

Wohin der Wind einen weht.

6. April 2010

Sicherheit. Überall höre und lese ich dieses Wort in letzter Zeit. Meist von Frauen, aber auch Männern. In den unterschiedlichsten Diskussionen, Gesprächen, etc.

Ich versteh es nicht. Sicherheit. Ist das so, muss die immer da sein, wenn man erwachsen ist?

Sicherheit im gesundheitlichen, finanziellen, in der Liebe.

Dabei wissen wir doch eigentlich alle, dass man sich vorallendingen in der Liebe nicht sicher sein kann. Aber trotzdem und immer wieder will man sie, die Sicherheit. Die Garantie.. hier 7 Jahre Garantie auf das, dort 3 Jahre auf jenes. Und überhaupt.. was ist heute schon sicher, die Jobs?

ich hab vor Jahren mal einen Artikel in der Times gelesen, über New Yorker Singles, damals schrieb man dort, dass es leichter ist seine Handynummer, seine Email, ja und sogar seine Wohnung zu wechseln, als dem Partner ins Gesicht zu sagen “neee Du aus uns wird nix”

Heutenachmittag haben Herr K. und ich mal wieder rumgesponnen. Warum nicht einfach die Kofferpacken und wegziehen, dahin wo man leben möchte.

Keine 10 Sekunden später kam die Antwort: Warum hat da nicht jemand nen Job für mich.

Da war sie wieder, die Sicherheit.

…warum sagt man so oft und zu wenig zu seinem eigenen Leben

“nee Du aus uns wird so nix”

Ist das tatsächlich “Erwachsensein” dieses “safety first” ?

lazy Sunday

21. März 2010

Frau Tilla Pe wirft ein Fotostöckchen durch die Bloggersphäre. Eigentlich sollte das ja bei Herrn K. landen, aber der ruhte sich noch etwas von dem anstrengenden Shooting gestern aus, so dass ich mir das Stöckchen erstmal abgriff.

(Ganz uneigentlich wollte und sollte ich heute eigentlich meine Homepage voran bringen. Aber irgendwie scheitert es gerade daran, was für Bilder ich ins Portfolio aufnehmen will.. aber ok.. ich hab mich halt mal wieder lieber ablenken lassen, wie so oft..)

Außerdem hat die liebe Tilla mir so auch die Idee für mein heutiges daily self geliefert. Dafür bin ich sehr dankbar.

Nachdem Herr K. dann irgendwann ausgeruht wieder von Toten auferstanden war, teilte ich ihm natürlich sofort mit, dass ihn ein Stöckchen erwischt hat, auch er setzte unseren KTisch gleich mal in Szene und hat es nun veröffentlicht und ich hab mal wieder was zum Bloggen :-)

Aufnehmen darf das Stöckchen natürlich jeder wer möchte.. hier noch mal kurz die Regeln:

Schnappt Euch ein fotografisches Werkzeug

(Handy, Digiknipse, Box, Mittelformatboliden, whatever)

und fotografiert Euren Küchentisch. Akut, spontan, ohne Aufräumen.

Stupid Summer Dreams

10. März 2010

endlich, es ist geschafft. Die neueste EP von Botany Bay ist seit Sonntag online.

Tagelang hörte ich “stay here.. stay with me” aus unseren Lautsprecherboxen. Dann wieder ” Sometimes I feel like a substitute..” oder  “..Cause I need an overview”. Pfiff automatisch die Melodie mit bei “..Take me and use me..”

Aber ganz ehrlich, es hat mich nicht gestört. Gut, zu gegeben.. ich musste mich erst daran gewöhnen. Aber irgendwann war es dann völlig ok.. und sogar jetzt ertappe ich mich noch dabei, wie ich “Stupid Summer Dreams” auf meinen MP3 Player höre und völlig angetan bin. Mein persönlicher Lieblingssong ist allerdings “Take Cover”, dieser Song ist auch etwas besonderes, bevor es ihn irgendwo zu hören gab. Wurde er zu erst auf einer Live Bühne performt. Und liebe Leser, dieser Song ist live eine echtes Highlight.

Und noch was:

Lieber Stephan von Botany Bay.. wenn Du willst, dass all Deine Fans Deine Musik auswendig mit singen können, lad sie doch einfach das nächste Mal in unsere Creative Suite ein für die nächste Abmischung des nächsten Albums..  ;-)

Zum Album geht s hier lang… <<<<< klick mich >>>>>

letztens

25. Februar 2010

schrieb ich noch darüber, dass die erste Woche des gemeinsamen Wohnens rum ist und sind es schon fast 2 Monate.

Die Zeit rast.

Dieses Karneval war schon eine Herausforderung, aber irgendwie sind wir gut drumherum gesegelt und haben uns in die eigenen 4 Wände verkrümmelt. An Rosenmontag waren wir bei Sonnenschein und Schnee draussen und haben ein wenig die Kiev60 ausgeführt. (Die Bilder muss ich noch einscannen, man kommt hier ja zu nix.)

Erstaunlicherweise vermisse ich Nordhessen nur sehr wenig. Mal den ein oder anderen Freund für ein Feierabendbier oder zum Quatschen. Aber meist regel ich das per Mail oder Chat. Oder so “old school” wie mit H. via Brief und Telefon.

Im April werde ich das erste Mal seit Januar wieder in die Heimat fahren, meine Ma hat Geburtstag und ganz uneigentlich geht da auch die Uni wieder los.

—-

Ganz besonders mag ich die Hundspaziergänge mit Tia am Rhein.. Leben am Fluss hat was für sich.


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